Hallo! Da bin ich wieder. Zwei arbeitsreiche Wochen liegen hinter mir, dies es leider nicht zugelassen haben, weiterzuschreiben.

Aber nun geht es weiter:

Nach der Beerdigung meines Vaters drehte sich nach wie vor alles um meine Mutter. Mein Eindruck war: keiner kümmerte sich um mich. Mein sog. Bruder war ja nun fast sechs Jahr älter als ich und konnte sich gut um sich selbst kümmern. Kurze Zeit später fing er auch an sich um mich zu kümmern, aber leider nicht auf die Art und Weise, wie es sich zwischen Geschwistern gehört.

Alles endete damit, daß ich mehr als 10 Jahre lang - selbst als er Freundinnen hatte und verheiratet war - ihm zu Willen war/sein mußte.Ich konnte mich nicht wehren.

Heute muß ich dafür büßen, mit Depressionen, Angstzuständen, Therapien, Psychopharmaka etc. Und er? Während eines Klinikaufenthaltes im letzten Jahr habe ich über eine Anzeigenerstattung nachgedacht. Doch was soll ich sagen: Es ist verjährt. Doch was ist mit mir? Ich werde mein Leben lang dieses mit mir rumtragen.

Keiner hat etwas bemerkt, all die Jahre lang und ich habe mich auch niemandem anvertrauen können. Er hat mir ja immer damit gedroht, daß er seinen Arbeitsplatz verlieren würde - er ist ein höherer Sozialversicherungbeamter einer großen deutschen KK - und er sich dann umbringen könne. Sollte ich mit dieser Schuld leben können?

Im letzten Jahr, nachdem alles bei mir hochgekommen ist, was lange eingebuddelt war,  hat er mir noch einmal damit gedroht. Dies resultierte daraus, daß ich ihm gesagt habe, daß ich psychisch krank sei. Er hatte Angst, daß etwas über ihn nach Außen dringen könnte. Wieder hat er versucht mich unter Druck zusetzen, doch diesmal ist es ihm nicht gelungen:

Ich habe mich meinem Mann, Freunden, Verwandten, selbst meinem Arbeitgeber, zwischenzeitlich anvertrauen können. Zunächst hatte ich Angst, wie sie reagieren könnten; daß man mir Schuld an dem Ganzen gibt. Fragt, wieso ich nicht früher etwas gesagt habe. Doch bis auf, dass alle geschockt waren, haben sie durchweg mir gegenüber positiv reagiert, was mir natürlich ganz großen Halt für meinen weiteren Weg gibt.

Im Alter von 11/12 Jahren habe ich eine Überdosis Schlaftabletten genommen und kam ins Krankenhaus, dort dann auf eine Station für psychisch erkrankte Kinder. Selbst dort hat man nichts bemerkt! Ich konnte mich sehr gut verstellen. Aber hätte psychisch geschultes Personal nicht etwas merken müssen?

6.4.07 10:20

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